Rezension einer Leserin: Damit die Opfer Heilung erfahren

Das Buch „Die Hölle im Kinderheim – auf ewig hinter seelischen Gittern“ ist das zweite Buch von Renée Wum, das die Qualen von Kindern in kirchlichen oder schulischen Institutionen in Luxemburg schildert.
In diesem Fall ist der Tatort ein kirchlich geführtes Kinderheim in den 50er Jahren.
Elternteile oder Angehörige, gaben ihre Kinder aus diversen Gründen in das Heim. Die Kirche als letzte Zuflucht wird schon wissen, was die Kinder in ihrer speziellen Situation brauchen.
Selbst wenn der Geistliche den Eltern sagt, es sei besser, das Kind nicht zu besuchen, folgen die Eltern diesem Ratschlag voller blindem Vertrauen. Doch was sich hinter den Mauern des Kinderheimes abspielt, ist unbeschreiblich grausam.
Die Kinder werden blossgestellt, geschlagen, sexuell missbraucht, erniedrigt und bekommen wenig und ungesunde Nahrung. Selbst das Trinkwasser ist rationiert. Natürlich glaubt man dem Kind nicht, das versucht hat, Hilfe zu holen. Denn wer wird es wagen, einen Geistlichen zu kritisieren? Den Schwestern und Nonnen im Klostern scheint es Freude zu bereiten, auf sadistischste Art und Weise, die Kinder zu quälen.
Im Heim gibt es zwei Abteilungen an Heimkindern. Die einen, die man auch bei öffentlichen Anlässen zeigt, und die anderen, die man quält, erniedrigt und verleugnet. Ja, wenn man nach ihnen fragt, existieren sie gar nicht. Da fällt es auch gar nicht auf, wenn gelegentlich ein Kind auf unerklärliche Weise ums Leben kommt. Selbst der Arzt, der das tote Kind untersucht, stellt keine Fragen.
Dutz, ein ehemaliges Heimkind berichtete der Autorin von seinen Qualen in besagtem Kinderheim.
Die Erlebnisse quälen ihn verständlicherweise bis heute. Nach aussen hin wurde seitens der Kirche versucht, das Geschehene aufzuarbeiten. Doch auch hier wurde möglichst viel getrickst, um als Institution gut aus dieser Sache herauszukommen.
Die Aufarbeitung wird den Opfern verwährt. Denn sie existierten ja nicht. Über diese Heimkinder wurden keine Akten geführt. Und wie soll man eine Wiedergutmachung für etwas „Ungeschehenes“ erfahren?
Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, damit die Opfer durch Bekanntwerden und vor allem durch das Glauben an das Geschehene ein Minimum an Heilung erfahren!
5 Sterne für dieses Buch.
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Die Geschichte

Im Buch „Die Hölle im Kinderheim“ geht es um das häufig und gerne verdrängte Thema des Kindesmissbrauchs durch Geistliche. In diesem erschütternden Bericht kommen die Leidtragenden durch ein ehemaliges Heimkind selbst zu Wort.
Ein Junge hatte Glassplitter geschluckt, um seinen Blinddarm kaputt zu kriegen und so über ein Krankenhaus eine bessere Fluchtchance zu haben. In derselben Nacht verblutete er innerlich. Die Nonnen trugen den Jungen am nächsten Morgen aus dem Bett.
Dutz spricht über seine unvorstellbar grauenhafte Kindheit in einem katholischen Kinderheim in Luxemburg in den Fünfzigerjahren. Er erzählt von den qualvollen Nächten, der täglichen bestialischen Folter – und dem täglichen sexuellen Missbrauch, dem er und seine Leidensgenossen und -genossinnen ausgesetzt waren.
Ihre Verbrechen haben die verschiedenen Heime – auch mit Hilfe öffentlicher Stellen – bestens untereinander organisiert. Zurück bleiben in den Tod getriebene Kinder und, wenn sie überleben, schwer traumatisierte Erwachsene, denen die Anerkennung ihres Leides bis heute verweigert wird, weil sich die Verantwortlichen wegducken.

Ausschnitt (Leseprobe)

Samstags und sonntags wurden in einer Villa mitten im schönen Stadtpark zu später Stunde Partys gefeiert. An diesen Partys nahmen Leute aus den besten Kreisen teil. Der Park lag im Zentrum der Hauptstadt Luxemburg mit einer weitläufigen Wiesenfläche und vielen heimischen Bäumen. Von der stark frequentierten Strasse aus konnte man die alte, doch ansehnliche Villa nicht sehen, weil dichtes hohes Gebüsch und Bäume den Blick versperrten. Die Partyteilnehmer fuhren in ihren Autos durch das geöffnete eiserne Tor und kamen auf der Rückseite der Villa zu dem privaten Eingangsbereich, der einen herrlichen Blick auf die Galerie des Obergeschosses bot.

Es war der Direktor der Brauerei, der die Jungen, alle im Alter von 10 bis 13 Jahren, Samstagmorgen in die Villa brachte. Zunächst wussten die Jungen nicht, was sie hier sollten, bis sie verstanden, dass sie die Sexwünsche der Eingeladenen erfüllen sollten. Wer nicht parierte, wurde mit dem Knüppel bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen.

Ein Privatchauffeur fuhr mit dem Dienstwagen der Diözese vor und Dr. Babinger, Kaplan Bock und mehrere katholischen Priester stiegen aus.

Ein Diener brachte immer wieder Flaschen mit Sekt und köstliche Häppchen. Ganz zum Schluss dieser Partys, wenn die Jungen durch Androhung von Schlägen alle erdenklichen abartigen Verlangen dieser Elitegesellschaft erfüllt hatten, gab man ihnen einen einzigen kleinen Toast mit Schinken und Ei und ein Glas Sekt.

Sonntagabends, wenn die Dunkelheit hereingebrochen war, brachte der Direktor der Brauerei die Jungen, die unter Alkoholeinfluss standen, in seinem schwarzen Mercedes zurück ins Heim. Dort erwarteten sie sonntagabends Schläge von Schwester Johanna, weil sie nach Alkohol rochen.

Über die Autorin

Ich bin in Luxemburg geboren, wo ich mit meiner Familie lebe.
Bin Mutter zweier erwachsener Kinder. Nicht irgendwelche Kinder, sondern die Besten unter der Sonne. Ich bin Optimistin und gebe nie auf. Seit meiner Kindheit liebe ich Bücher. Heute schreibe ich selbst Lyrik und Prosa. Ich studierte Fremdsprachen und arbeitete lange Jahre als Fremdsprachenkorrespondentin. Mittlerweilen bin ich im Ruhestand. Ich schreibe unter Pseudonym und es ist kein Autorenbild hinzugefügt. Meine drei Bücher, die bisher erschienen sind:
Mein Gang durch die Hölle
Die Hölle im Kinderheim
Schuldig ist, wen der Richter für schuldig hält! Aber ist das auch gerecht?

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Renée Wum
email: info@buecherwum.com
www.buecherwum.com

Taschenbuch DIE HÖLLE IM KINDERHEIM, 232 Seiten

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